Erasmus in Genf – Alles, was du wissen musst

Die Organisation eines Erasmus-Aufenthaltes ist nicht einfach. Deswegen habe ich mir überlegt, die wichtigsten Schritte hier zusammenzufassen, die für meine Anmeldung für Erasmus in Genf erforderlich waren.

1| Die Schweiz nimmt nicht mehr am Erasmus-Programm teil. Was heißt das konkret?

Die Schweiz ist vor nicht all zu langer Zeit aus dem Erasmus-Programm ausgetreten. Das Programm, mit dem man von nun an als Auslandsstudent an schweizerischen Unis studieren kann, heißt Swiss-European Mobility Programme.
Im Großen und Ganzen gibt es bei der Organisation des Auslandsaufenthaltes aber nur kleine Unterschiede.

2| Die Anmeldung
An der Uni Wien gibt es für jede Sprache bzw. jedes Land sogenannte “LänderkoordinatorInnen”. Das sind ProfessorInnen an der Uni, die für die Auslandssemester in einem bestimmten Land zuständig sind. In meiner Fakultät (Zentrum für Translationswissenschaft) ist das für alle französischsprachigen Städte – somit auch für Genf – Frau N. Ich habe mich bei Frau N. gemeldet und mich bei ihr für einen Erasmus-Platz in Genf beworben. Denn nicht jeder, der sich für Erasmus anmeldet, erhält automatisch einen Platz, da es eine beschränkte Anzahl ebendieser gibt (wobei ich dazusagen muss, dass ich mir in meinem Fall sicher sein konnte, einen Platz zu erhalten, da sich sonst nicht so viele für Genf bewerben).

Frau N. musste ich also ein Motivationsschreiben, mein Sammelzeugnis, meinen Lebenslauf und mehrere andere ausgefüllte Formulare übermitteln. Sie wählt dann aus allen Anmeldungen Studierende aus und nominiert diese via E-Mail. Sie kümmert sich auch um die Anmeldung der Studierenden an der auswärtigen Uni. Bei Genf ist es aber so, dass ich mich selbst um die Anmeldung kümmern muss; das ist aber überhaupt kein Problem. Frau N. hat mich sozusagen an der Genfer Uni “angekündigt” und kurz darauf erhielt ich eine E-Mail mit alllen erforderlichen Schritten zur Anmeldung, die online erfolgt.
Weitere Infos bekam ich dann auch via E-Mail zugeschickt.
Außerdem musste ich mehrere Dokumente an der Hauptuni in Wien beim Erasmus-Büro abgeben. Dort habe ich gemerkt, dass Studierende, die am eigentlichen Erasmus-Programm teilnehmen, Informationen zu weiteren Schritten erhalten haben. Das galt für mich aber nicht, da ich mich eben selbst um die Anmeldung kümmerte.

3| Das Learning Agreement
Das Learning Agreement wird ausgefüllt, sobald man einen Platz erhalten hat. Hier musste ich anhand des Vorlesungsverzeichnisses der ausländischen Uni Kurse finden, die ich besuchen möchte. Dabei musste ich auf die Anrechenbarkeit achten, also dass die Uni Wien mir diese am Ende meines Auslandsaufenthaltes für äquivalente Kurse hier in meinem österreichischen Studium anrechnen lassen kann. Aber keine Sorge, deine Länderkoordination sollte dir hierbei zur Seite stehen.

4| Stipendium
Beim Swiss-European Mobility Programme ist es so, dass das Stipendium nicht von der Erasmus-Stelle, sondern direkt von der Genfer Uni ausbezahlt wird. Ich bekomme für meinen gesamten Aufenthalt 1400 CHF.
Außerdem hat man bei der Stipendienstelle Wien Anspruch auf eine Auslandsbeihilfe, aber nur, solange man StudienbeihilfenbezieherIn ist. Ich rate dir, es auf jeden Fall auszuprobieren und einen Antrag zu stellen! Ich habe überraschendesweise einen Anspruch auf 26€ Studienbeihilfe pro Monat, dadurch kann ich automatisch die Auslandsbeihilfe beantragen. Denn Genf ist ja bekanntlich ein teures Pflaster.

Sind all diese Schritte getan, steht der Suche einer Unterkunft nichts mehr im Wege! Außer das massive Wohnraumproblem in Genf… Aber dazu morgen mehr!

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2 thoughts on “Erasmus in Genf – Alles, was du wissen musst

  1. Arzo Travels says:

    Genf ist ein absoluter Traumort. Allerdings ist die Schweiz auch extrem teuer und selbst mit einem Stipendium für viele wohl kaum bezahlbar :(( Aber trotzdem ein toller Post denn es lohnt sich die tolle Schweiz kennenlernen 🙂 lg Arzo

    Liked by 1 person

  2. Nicole says:

    Haha ich dachte mir erst einmal “was”?
    Genf klingt erst einmal sehr lustig. Aber ok, dank google eine sehr hübsche gegend.
    Für mich als Lernfaule, wäre das nie etwas gewesen.

    LG

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